Jahrgang '05 - Ein wilder Haufen wird zu einem Team

Vor mittlerweile 10 Jahren schloss sich ein Haufen verrückter Männer zusammen, um einer Sportart, die auch heute noch in ihren Kinderschuhen in Deutschland steckt, eine Möglichkeit zu geben, sich in Vorpommern zu etablieren. Die Wolgast Vandals waren geschaffen. Anfangs noch relativ unstrukturiert und wenig organisiert, mauserte sich der wilde Haufen recht schnell zu einem ehrgeizigen, motivierten und fairen Teams. Mit Disziplin, Talent und dem Willen die Nummer 1 in Vorpommern zu werden machten sich die Vandalen auf, sich die Grundlagen in Technik und Taktik anzueignen. Dennoch reichte es in der ersten Saison nur zum vorletzten Platz. Doch schon hier zeichneten sich die Spiele durch Härte und Fairness aus.

Viele Fortschritte und doch zu wenig Spieler

In der zweiten Saison schafften sie schnell die ersten Siege auch außerhalb ihrer Festung, dem "Peenestadion". Und doch verlief die Saison wieder durchwachsen. In den kommenden Jahren machten die Vandalen, wie auch die anderen Teams der Liga Fortschritte. 2011 musste der Spielbetrieb jedoch eingestellt werden, weil sich nicht genug Spieler fanden, um ein schlagkräftiges Roster aufzustellen. Der Verein richtete sein Hauptaugenmerk auf die Jugendarbeit, um langfristig auch wieder das Herrenteam in den Spielbetrieb einzugliedern.

Die Jugendarbeit als Schlüssel zum Weg in den erneuten Spielbetrieb

Nachdem der Plan mit der verstärkten Jugendarbeit aufgegangen war und wieder genug Spieler da waren, um am Spielbetrieb teilzunehmen starteten die Vandalen wieder in der Landesliga durch. 2014 erreichten sie, bei einer Punktebilanz von 10:02 (fünf Siege bei nur einer Niederlage) den Sprung in die Play-Offs. Nachdem sich das Team in der Regular Season nur den Berlin Bullets geschlagen geben musste, kassierte man gegen die Erfurt Indigos eine Schlappe. Bis zur Halbzeit konnten die Vandalen das Spiel noch offen halten und schafften einen 0:0-Halbzeitstand gegen die favorisierten Erfurter. Nach der Pause starten die Favoriten jedoch durch und schafften es mit 33:06 zu gewinnen und den Aufstieg perfekt zu machen. 

Expansion gen Westen

Um auch in Zukunft ähnliche Erfolge feiern zu können und die Breite des Roster zu erhöhen, entschloss sich die Vandalenhäuptlinge dazu nach Norden zu expandieren. Einmal die Woche wird in Greifswald trainiert. Mit Jahresbeginn fanden sich immer mehr Greifswalder beim Training ein um ins Spiel mit dem Ei reinzuschnuppern. Mit einem 36:00 Sieg konnte ein erfolgreicher Saisonstart gefeiert werden. Auch in den kommenden Spielen wurden Siege eingefahren. Die Berlin Bullets wurden in der Hauptstadt mit 19:13 geschlagen. Die Eberswalde Warriors wurden mit einem 18:03 wieder nach Hause geschickt. Nachdem hohen Hinspielsieg reichte es im zweiten Spiel gegen die Schwanebeck Silverbacks nur zu einem 13:06. Im Spitzenspiel trafen die Vandals dann auf die ebenfalls ungeschlagenen Berlin Thunderbirds. Bei 42 Grad (!) mussten sich die Vandalen mit 00:09 geschlagen geben. Zwei Wochen später gastierten die Bullets im Peenestadion und wurden regelrecht zerpflückt. Bei strömendem Regen gewannen die Vandalen mit 39:00.

Zu Gast beim Meister der 3. Liga

Nach der Sommerpause gastierten die Wolgaster dann in Rostock bei den Griffins um den Baltic Bowl auszuspielen. Die Rostocker hatten kurz zuvor die Meisterschaft in der 3. Liga Ost perfekt gemacht. Nach schnellem und deutlichem Rückstand kämpften sich die Vandals  zurück in die Partie, schafften sogar zwei Touchdowns und ein Field Goal. Am Ende stand aber ein deutliches 17:48 für die Rostocker. Trotzdem ging es eine Woche später hochmotiviert in das Rückspiel gegen die T-Birds. Bis dato hatten die Berliner noch keinen Punkt kassieren müssen. Diese Statistik war aber nach weniger als 10 Minuten Geschichte. zur Halbzeit lagen die Vandals nur knapp zurück. Der Traum von den Play-Offs lebte weiter. Am Ende reichte es jedoch nicht. Die Berliner gewannen das Spiel mit 17:31. Gegen die Warriors konnte dann ein versöhnlicher Abschluss der Saison gefeiert werden. Im Stadion am Wasserturm gewannen die Vandalen mit 13:06 und beendeten die Saison auf dem zweiten Tabellenplatz. Nächste Saison gilt es dann wieder, die Play-Offs anzugreifen.

Erstes Spiel in Greifswald wird zum Spektakel

Den Saisonstart 2016 ging gründlich in die Hose. viele Fehler und mangelnde Konzentration kosteten den Sieg gegen die Absteiger - die Erkner Razorbacks. Die Niederlage leitete ein Auf und Ab ein. Das zweite Spiel konnte das Team souverän gewinnen - das darauffolgende Spiel gegen die Kobras aus Berlin ging verloren. Lange hielten die Vandalen mit, ehe eine Interception dem Team den entscheidenden Schlag versetzte.

Um so motivierter ging das Team in sein erstes Spiel in Greifswald. Vor 400 Zuschauern feuerte die Vandals ein Offensivfeuerwerk ab. Der 33:06 Endstand war auch in der Höhe gerecht. Leider konnten die Vandalen den Schwung nicht mit nach Erkner mitnehmen - sodass das Spiel verloren ging. Dies sollte aber die letzte Niederlage sein. Endlich fand das Team zu Konstanz. Beide Spiele gegen die Bullets und das Rückspiel gegen die Warriors wurden gewonnen. Zum Saisonabschluss wurde dann auch der spätere Aufsteiger, die Berlin Kobras besiegt.

Neuer Nachwuchs - neue Hoffnung

Die zurückliegende Saison hatte eines gezeigt: Man braucht wieder Nachwuchs, um nicht jedes Jahr erneut 10 bis 20 Erwachsenen die Grundlagen erklären muss. Folglich wurden zwei neue Nachwuchsteams in Greifswald aufgebaut. Mit einem Flagteam und einem Jugend-Tackle-Team soll nun die Grundlage für einen langfristig erfolgreichen Verein sein.

to be continued...

 

Vandals AHU